MOTORRADWELT BODENSEE
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Vorne dick, hinten schlank: Die Magie moderner Klassiker erleben

Große runde Glasscheinwerfer, Speichengussräder, blinkender Chrom, offen sichtbare Zylinderköpfe – auch in diesem Jahr schwelgen die Aussteller auf der Motorradwelt Bodensee wieder im Retro-Trend. Den alten Look mit neuer Technik hat inzwischen fast jede Firma im Portfolio. Von 26. bis 28. Januar werden auf dem Messegelände in Friedrichshafen die neuesten modernen Klassiker vorgestellt: vom Bobber über den Café Racer bis zum Scrambler. Man kennt das Phänomen aus der Modebranche. Irgendwann wird alles wieder modern. Es braucht nur seine Zeit. Genauso ist es bei den Motorrädern. Seit einigen Jahren bieten die Hersteller Maschinen an, die aussehen wie früher.

Retro-Bikes sind keine Oldtimer, sondern Motorräder im klassischen Design, aber mit moderner Technik ausgestattet. Sie sind auf das Wesentliche reduziert – im Gegensatz zu jenen Maschinen, die mit technischem Schnickschnack ausgestattet wurden. „Viele ältere Fahrer erfüllen sich damit einen Jugendtraum und die jungen genießen die unkomplizierten Maschinen“, sagt Carsten Kaufmann, Marketing-Projektleiter von Kawasaki. Die japanische Firma stellt auf der Motorradwelt Bodensee gleich zwei nagelneue Retro-Sport-Modelle vor. Die Z900RS ist ein schickes Bike mit diversen Anlehnungen an die legendäre Z1 aus den 1970er-Jahren. Besonders die spezielle Lackierung, die Logos, die Rippen am Zylinderkopf sowie der charakteristische Tropfentank und das markante Heck, auch „Entenbürzel“ genannt, erinnern an die Z1. Doch das Fahrverhalten und die verbaute Technologie sind alles andere als Retro. „Die Z900RS ist ein modernes Motorrad“, erklärt Kaufmann. So ist die Maschine zum Beispiel mit LED-Frontscheinwerfer und LED-Rücklicht, Gussrädern im speziellen Speichendesign, starken Bremsscheiben, einer Rutschkupplung und vielen weiteren Details ausgestattet.

Auch Triumph aus Großbritannien, einer der ältesten Motorradhersteller der Welt, erweitert seine Old-School-Bikes um zwei weitere brandneue Modelle: die Bonneville Bobber Black und die Bonneville Speedmaster. Beide Maschinen zitieren in Teilen die Formensprache des einstigen Kultobjekts Bonneville von 1959. „Kunden wünschen sich schöne Motorräder mit Charakter und traditionellen Werten in Verbindung mit zeitgemäßer Leistung und Finesse“, sagt Ulrich Bonsels, Pressesprecher von Triumph. Zahlreiche neue Ideen heben die Bonneville Bobber Black aus dem sonstigen Retro-Angebot hervor: Sie ist schwarz wie die Nacht, vorne dick und fett, hinten schlank. Ein breiter Flachlenker, ein schwimmend gelagerter Einzelsitz und Speichenräder unterstützen die markante Silhouette. Zugelegt hat der Vorderreifen, zumindest in der Breite: Beim Standard Bobber rotiert ein 19 Zoll großes Rad in der Gabel, beim Bobber Black ist es ein 16-Zoll-Rad. Hinzu kommt ein Komplettpaket an fahrerorientierten Technologien wie etwa Wegfahrsperre, ABS, Tempomat oder LED-Scheinwerfer. Soziustauglich gibt sich dagegen die Bonneville Speedmaster. „Mit ihrer Doppelscheiben-Bremsanlage und einem größeren 12-Liter-Kraftstofftank ist sie für Touren gut geeignet“, erzählt Bonsels. Blickfang beim Modell Speedmaster sind vor allem die polierten Chromteile.

Die deutsche Firma BMW stellt auf der Motorradwelt Bodensee noch einmal bewusst die fünf Varianten ihrer sogenannten Heritage-Familie in den Vordergrund. Jüngster Zuwachs aus dem vergangenen Jahr ist die BMW R nineT Urban G/S. „Die geländetaugliche Boxer-Enduro ist eine Hommage an die erste R 80 G/S von 1980“, erklärt Gebietsleiter Thomas Roll. Ihre Individualität erhält das Retro-Bike durch ein 19-Zoll-Vorderrad, ihr weißes Windschild und ihre Farbgebung in Weiß und Blau mit dem roten Ledersitz als Eyecatcher. Als Option gibt es beispielsweise Speichenräder und Stollenreifen sowie zahlreiche weitere Modifikationsmöglichkeiten. So sehr die Urban G/S mit ihrem Aussehen auch an die Vergangenheit anknüpft, technisch ist sie wie alle Retro-Bikes auf dem neuesten Stand. Bestes Beispiel ist die moderne Bremsanlage mit serienmäßigem ABS.